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Überblick über die Pockenimpfung

27 Oktober 2022

Die Ereignisse der letzten Jahre haben das Bewusstsein für ansteckende Krankheiten geschärft. Die Pocken sind ebenso alt wie tödlich. Sie sind etwa 10.000 Jahre alt und sollen ihren Ursprung in Nordostafrika haben. Im Folgenden werden wir die lange Geschichte der Pockenkrankheit und ihres Impfstoffs genauer erklären.

Die Geschichte der Pocken

Die Pocken werden in die Geschichte eingehen als die Seuche, die von der Menschheit besiegt wurde und zu einer der bedeutendsten medizinischen Errungenschaften aller Zeiten führte. Das Pockenvirus ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Es greift unterschiedliche Funktionsbereiche des Körpers, wie das Knochenmark, die Milz, die Hautzellen und die Lymphknoten des Infizierten an.Zu den Symptomen zählen Fieber, Erbrechen und Hautausschläge. Mit schweren Auswirkungen: Genesene blieben damals mitunter blind, vernarbt und unfruchtbar. 30 % der Menschen, die sich mit dem Pockenvirus infizierten, starben, und die Überlebenden wurden mit ihren schweren Folgen zurückgelassen. Die erste Pockenepidemie ereignete sich 1350 v. Chr. während eines Krieges zwischen den Ägyptern und Hethitern. Danach breitete sich das Virus weltweit aus. Seitdem hat es mehr als 300 Millionen Menschen getötet. Allein im 20. Jahrhundert trugen die Pocken nach der Ankunft der spanischen Kolonisatoren wesentlich zum Niedergang des Aztekenreichs bei.

Die Geschichte der Entwicklung des Pockenimpfstoffs istfaszinierend und beeindruckend. Laut Geschichtsbüchern gelang der erste Durchbruch einer buddhistischen Nonne aus China, der aufgefallen war, dass Menschen, die die Pocken überlebt hatten, das Virus nie wieder bekamen. Sie entwickelte eine einfache, aber wirksame Impfmethode: Sie zermahlte den Pockenschorf und blies ihn in die Nasenlöcher gesunder Patienten. Diese Methode wurde Jahre später weiterentwickelt, indem Material aus Pockenwunden entnommen und nicht infizierten Menschen verabreicht wurde. Der eigentliche Durchbruch kam jedoch, als Edward Jenner, ein englischer Arzt, die Verbindung zwischen Pocken und Kuhpocken herstellte. Seine Entdeckung verdankte er der Hilfe von Sennerinnen. Diese hatten bemerkt, dass sie nicht an Pocken erkrankten, wenn sie bereits an Kuhpocken, einer milderen Form, gelitten hatten. Mithilfe des Kuhpockenvirus entwickelte Jenner im Jahr 1796 den Pockenimpfstoff mithilfe des Kuhpockenvirus.

Alles, was du über die Pockenimpfung wissen solltest

Die Weltgesundheitsorganisation startete 1967 eine Kampagne zur Ausrottung der Pocken. Daraufhin wurde im Dezember 1979 das Virus nach einer weltweiten Massenimpfung offiziell für ausgerottet erklärt. Der Pockenimpfstoff hat sich seit seinen Anfängen nur wenig verändert. Er wirkt, indem er die Immunisierung der geimpften Person fördert. Der Impfstoff wird aus einem Pockenvirus hergestellt, das den Pocken ähnelt, aber nicht so gefährlich ist. Die Impfung enthält niemals das eigentliche tödliche Pockenvirus. Es handelt sich um eine Lebendimpfung, genau wie bei der Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln. Die Pockenimpfung ist für die meisten Menschen sicher, kann aber für bestimmte Personen gefährlich sein, z. B. für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, Menschen, die an Krebs erkrankt sind, oder Menschen, die Medikamente einnehmen, die das Immunsystem beeinträchtigen.

Mit der Pockenimpfung sind einige Nebenwirkungen verbunden, darunter Fieber, ein schmerzender Arm und Körperschmerzen. Bis zu 5 Jahre sind Geimpfte geschützt. Für einen langfristigen Schutz wird eine Auffrischungsimpfung empfohlen. Die Impfung ist nachweislich bei 95 % der Personen, die den Pockenimpfstoff erhalten, erfolgreich. Die einzige Personengruppe, die derzeit gegen Pocken geimpft werden muss, sind Laboranten, die mit Pocken oder ähnlichen Viren in Berührung kommen. Da das Pockenvirus inzwischen ausgerottet ist, finden keine routinemäßigen Pockenimpfungen mehr statt. An zahlreichen Orten auf der ganzen Welt werden allerdings Notvorräte des Pockenimpfstoffs aufbewahrt, da ein künftiger Pockenausbruch befürchtet wird oder das tödliche Virus als Biowaffe eingesetzt werden könnte

Seit der Ausrottung der Pocken gab es komplexe Verhandlungen und Debatten über die Vernichtung der Bestände des lebenden Variola-Virus. Im Jahr 1999 wurde der größte Teil der Pockenbestände vernichtet, aber es blieben zwei Proben übrig, von denen eine in den USA und die andere in Russland aufbewahrt wird. Zweifellos haben die Pocken in der Geschichte der Menschheit bleibende Spuren hinterlassen, denn sie haben die Medizin geprägt und zum Niedergang ganzer Zivilisationen beigetragen.

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